Andreas Feininger, 1906 als ältester Sohn des berühmten Malers Lyonel Feininger geboren, gehört zu einer Künstlergeneration, die in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg die Fotografie als künstlerisches Medium für sich entdeckte und eine neue fotografische Sehweise entwickelte.
 
Andreas Feiningers Lebenswerk ist von zwei großen Themenkomplexen bestimmt: Stadtansichten und Naturmotive. Die Architektur und das Leben in seiner Wahlheimat New York haben ihn über Jahrzehnte hinweg fasziniert. Immer wieder hielt er die Skyline von Manhattan, die Straßenschluchten, die Wolkenkratzer, die Brücken und Hochbahnen in atmosphärisch dichten Bildern fest. Mit derselben Begeisterung widmete er sich den Naturstudien. Seine minutiösen Detailaufnahmen von Insekten, Blumen, Muscheln, Holz und Steinen verleihen den in der Natur vorgefundenen Formen einen skulpturalen Charakter. Die Ausstellung beinhaltet über 270 s/w-Fotografien und gibt mit Stadtansichten, Architektur- und Landschaftsaufnahmen, Naturstudien und Porträts sowie Reportageserien aus seiner Zeit als LIFE-Bildjournalist einen umfassenden Einblick in das Gesamtwerk Feiningers.
Im Juni 1998 wurde Andreas Feininger der Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Photographie verliehen. Er starb am 18. Februar 1999 im Alter von 92 Jahren in New York.
 
 
 
Ausstellungsorte seit 2004:
Galerie der Stadt Stuttgart, Deutschland, 07.05.04-01.08.04
 
Besucherzahlen: 7.991