"Ob krank oder gesund, er nimmt seine Kamera und fährt los auf der Suche nach neuen Beweisen, dass diese Stadt selbst in ihren betrunkensten, schlampigsten und pathetischsten Momenten schön ist..."
(William McCleery, Herausgeber von PM Picture News)
Noch heute gelten Weegees Arbeiten als beeindruckende Dokumente des modernen Großstadtlebens, das geprägt ist von Gewalttätigkeit, Brutalität und Erbarmungslosigkeit. Mit seinen Fotografien hielt er die Spuren der amerikanischen Depression in den 1930-er und 40-er Jahren in beklemmender Direktheit fest. Seine Aufnahmen der New Yorker High Society sind nicht weniger drastisch, sie geraten zu einer sarkastischen Stellungnahme gegenüber der reichen Bevölkerungsschicht, ebenso wie seine in den 50-er Jahren mittels spezieller Linsen verzerrten Fotos von Prominenten und Hollywood-Stars. Die Intensität seiner Bilder basiert auf einem schonungslosen Realismus und expressiven Inszenierungen. Gerne setzt er starke Blitzlichter ein und bewirkt damit dramatische Licht-Schatten-Wirkungen und harte Schwarzweiß-Kontraste. Dies war bereits das typische Merkmal seiner Fotografie, als er noch als Straßenfotograf mit einem Pony durch die New Yorker East Side zog, um für ein paar Cent Kinder zu fotografieren.
Die Ausstellung ist ab sofort verfügbar.
Ausstellungsobjekte: 108 s/w-Fotografien
Ausstellungsfläche: 400 qm
Ausstellungskataloge: in 1 Sprache (deutsch)
Ausstellungsorte seit 1993:
Landesmuseum Oldenburg, 24.01.04 - 14.03.04
Museum im Schloss, Bad Arolsen, 28.05.04 - 25.07.04
Kulturamt Wiesbaden, 30.08.04 - 19.09.04
Museum Industriekultur, Nürnberg, 02.10.04 - 21.11.04
Albrecht Weißgerber Stiftung, St. Ingbert, 28.11.04 - 23.01.05
Kunsthalle Erfurt, 30.01.05 - 20.03.05
Georg-Meistermann-Museum, Wittlich, 09.10.05 - 15.01.06
Besucherzahlen: 21.997
